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Dez

Thema Lebendiger Adventskalender

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Am 20. Dezember 2011

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.
Rainer Maria Rilke (1875-1926)

So, oder ähnlich waren die Adventsgedichte, die wir in unserer Kindheit gehört und gelernt haben.

Die Gedichte berührten uns.

Ein leises Sehnen lag in der Luft.

Eine Ahnung von etwas großem, wundervollem berührte die Herzen.

Doch was ist uns davon geblieben?

Nichts!

Der Advent wird zum Kommerz und zur erheblichen marktwirtschaftlichen  Kostenstelle degradiert.

Aus ist es mit dem Christkind im Winterwalde.

Plastikbäume im Dezember, damit man zu Weihnachten das ”Gedöns“ und den Dreck weg hat.

Wir entfernen uns.

Wir bewegen uns weg von unseren Werten und Idealen und trudeln hin zur kalten Gleichgültigkeit und zum bequemen Einerlei.

Doch damit ist nun Schluss.

Seit letztem Jahr hat eine Gruppe unentwegter Idealisten mit viel persönlichem Engagement den lebendigen Adventskalender eingeführt.

Eine schöne Sache.

Wir freuen uns.

Wir kehren uns wieder um.

Unser Warten wird wieder hoffnungsvoll.

Unser Erwarten kindlich.

Wir feiern wieder Gemeinschaft.

Wir tragen das Licht.

Wir tragen das Licht am 20. Dezember 2011 zum MGV “Deutsches Lied“.

Dort öffnen wir, ab 18.30 Uhr, gemeinsam ein weiteres Adventsfenster mit Liedern; Geschichten und vielem mehr…